Zum Inhalt springen
_CORE
KI & Agentensysteme Unternehmensinformationssysteme Cloud & Platform Engineering Datenplattform & Integration Sicherheit & Compliance QA, Testing & Observability IoT, Automatisierung & Robotik Mobile & Digitale Produkte Banken & Finanzen Versicherungen Öffentliche Verwaltung Verteidigung & Sicherheit Gesundheitswesen Energie & Versorgung Telko & Medien Industrie & Fertigung Logistik & E-Commerce Retail & Treueprogramme
Referenzen Technologien Blog Know-how Tools
Über uns Zusammenarbeit Karriere
CS EN DE
Lassen Sie uns sprechen

IPv6-Migration

05. 07. 2021 Aktualisiert: 27. 03. 2026 1 Min. Lesezeit intermediate
Dieser Artikel wurde veröffentlicht im Jahr 2021. Einige Informationen können veraltet sein.

IPv4-Adressen gehen aus — regionale Register vergeben ihre letzten Bloecke und die Preise fuer IPv4-Adressen auf dem Sekundaermarkt steigen. IPv6 mit 128-Bit-Adressen bietet einen praktisch unbegrenzten Adressraum und ist bereits Gegenwart, nicht Zukunft. Die meisten grossen Anbieter und Cloud-Plattformen unterstuetzen IPv6 vollstaendig. Die Migration ist kein einmaliger Schalter, sondern ein schrittweiser Prozess, bei dem beide Versionen koexistieren.

Grundlagen

2001:db8:85a3::8a2e:370:7334           # 128 Bit, hexadezimale Notation
::1/128                                # Loopback (Aequivalent von 127.0.0.1)
fe80::/10                              # Link-local (automatische Konfiguration)
2000::/3                               # Global Unicast (oeffentliche Adressen)

IPv6-Adressen sind 128-Bit im Vergleich zu 32-Bit bei IPv4. Die verkuerzte Notation ersetzt Gruppen von Nullen durch einen Doppelpunkt (::). Jede Schnittstelle erhaelt automatisch eine Link-local-Adresse (fe80::), globale Adressen werden vom Router ueber SLAAC oder DHCPv6 zugewiesen. NAT existiert bei IPv6 praktisch nicht — jedes Geraet hat eine oeffentliche Adresse und die Sicherheit wird durch die Firewall gewaehrleistet.

Dual-Stack

# Nginx
server { listen 80; listen [::]:80; }
# DNS
example.com    A     93.184.216.34
example.com    AAAA  2606:2800:220:1:248:1893:25c8:1946

Dual-Stack ist die empfohlene Migrationsstrategie — der Server lauscht auf IPv4 und IPv6 gleichzeitig. Clients mit IPv6-Konnektivitaet bevorzugen automatisch IPv6 (Happy-Eyeballs-Algorithmus). Fuegen Sie AAAA-Eintraege schrittweise zu bestehenden A-Eintraegen hinzu.

Linux

ip -6 addr show                        # IPv6-Adressen anzeigen
ping6 google.com                       # IPv6-Konnektivitaet testen
curl -6 https://google.com             # IPv6 erzwingen
ip -6 route show                       # IPv6-Routing-Tabelle

Sicherheit

Mit IPv6 entfaellt NAT als Sicherheitsschicht. Jedes Geraet ist direkt aus dem Internet adressierbar, daher ist eine Firewall auf der IPv6-Schnittstelle kritisch wichtig. Stellen Sie sicher, dass Ihre Firewall-Regeln auch IPv6-Verkehr abdecken — ein haeufiger Fehler ist, nur IPv4 zu schuetzen.

Dual-Stack ist der Weg

IPv4 + IPv6 gleichzeitig ist eine sichere Migrationsstrategie. Fuegen Sie AAAA-Eintraege schrittweise hinzu, testen Sie die Konnektivitaet und ueberwachen Sie den Verkehr auf beiden Protokollen.

ipv6networkingmigrace
Teilen:

CORE SYSTEMS Team

Wir bauen Kernsysteme und KI-Agenten, die den Betrieb am Laufen halten. 15 Jahre Erfahrung mit Enterprise-IT.